Kultur in Wien und Salzburg
Wien war in den 80-ern eine Theaterhochburg. Wir sahen die besten Produktionen von Hans Gratzer im Schauspielhaus (Rocky Horror Picture Show, Elvis, Piaf ….) und die ersten Regiearbeiten von Claus Peymann im Burgtheter (Hermannschlacht, Richard III, Peer Gynt …). Wir waren jährlich bei den Wiener Festwochen und erlebten dort Höhepunkte wie das Stationentheater „Alma“ von Paulus Manker im Sanatorium Purkersdorf, Pirandellos „Die Riesen vom Berge“ in der Kirche am Steinhof und „Carmen“ in der Inszenierung von Ruth Berghaus im Theater an der Wien. Wir bewunderten die Shows von Andre Heller („Begnadete Körper“, „Body and Soul“,“Flic Flac“ …), sahen 1977 den Zirkus „Roncalli“ in der Arana und in Hainburg französischen Zrikus. Mit den Kindern besuchten wir unter anderem Raimunds „Barometermacher“ im Akademietheater, das Ballett „La fille mal gardee“ in der Wiener Staatsoper und viele Stadtfeste. Bei meinen Salzburg-Aufenthalten in den 90ern war ich oft bei den Salzburgen Festspielen und erlebte dort sehenswerte Opern wie die „Zauberflöte“ in der Inszenierung von Achim Freyer in der Felsreitschule. Im Laufe der Zeit haben wir viele Wiener Museen besucht. Die wichtigste Ausstellung für mein Geschichtsvertändnis war „Wien um 1900“ im Künstlerhaus – gemeinsam mt „Alma“ von Paulus Manker ein Panorama des Wien im fin de siecle.In den 70ern etablierte sich in Wien in der „Kulisse“, im „Spektakel“ und im „Kabarett Niedermair“ eine neue. lebendige Kabarettszene. Wir erlebten Lukas Resetarits (das erste Mal 1977 in einem Gasthaus am Gießhübl), Roland Düringer („Hinterholz 8“), Alexander Bisenz, Josef Hader, Hans Peter Heinzl und viele andere.
Fernsehen und Film
Im Fernsehen sahen wir die Kult-Serien „Ein echter Wiener geht nicht unter“, „Kottan ermittelt“, „MA 2412“ und „Kaisermühlen Blues“. Unser Verständnis für Zeitgeschiche prägten die „Alpensaga“ von Peter Turrini (ein oberösterreichisches Dorf von 1900 bis 1945) und „Heimat“ von Edgar Reitz (ein Dorf im deutschen Hunsrück von 1900 bis 1980). An Filmen sind mir am meisten in Erinnerung „Amadeus“ von Milos Forman und „Die Stunde des Siegers“ mit der Musik von Vangelis.
Bücher
Anfang der 70er las ich die gleichaltrigen österreichischen Autoren Franz Innerhofer, Gernot Wolfgruber und Brigitte Schwaiger. Zeitgeschichtlich interessant fand ich „Schöne Welt, böse Leut“ von Claus Gatterer über das Leben in Südtirol der Zwichenkriegszeit und „Das blieb vom Doppeladler“ von Ernst Trost, eine Reise durch die wichtigsten Städte der Donaumonarchie.Die Ortschronik von Weinzierl am Walde brachte mir meine Wurzeln näher und die „Wirtschaftsgeschichte Österreichs“ von Roman Sandgruber die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs.

