Alle Artikel in: Österreich 1945 bis heute

Hits der 90er

 Leben von 1970 bis 1999 Modernisierung, Ostöffnung und EU-Beitritt   –  Chronik, Alltag, Bildung und Arbeit, Freizeit, meine Träume werden wahr. Zeitreise 1945 bis heute – Chronik Welt, Europa und Österreich; so hat sich das Leben in Österreich seit Kriegsende verändert; Biograhie des Autors von 1946 bis heute 

Hits der 80er

 Leben von 1970 bis 1999 Modernisierung, Ostöffnung und EU-Beitritt   –  Chronik, Alltag, Bildung und Arbeit, Freizeit, meine Träume werden wahr. Zeitreise 1945 bis heute – Chronik Welt, Europa und Österreich; so hat sich das Leben in Österreich seit Kriegsende verändert; Biograhie des Autors von 1946 bis heute 

Hits der 70er

Leben von 1970 bis 1999 Modernisierung, Ostöffnung und EU-Beitritt   –  Chronik, Alltag, Bildung und Arbeit, Freizeit, meine Träume werden wahr. Zeitreise 1945 bis heute – Chronik Welt, Europa und Österreich; so hat sich das Leben in Österreich seit Kriegsende verändert; Biograhie des Autors von 1946 bis heute 

Austropop

Leben von 1970 bis 1999 Modernisierung, Ostöffnung und EU-Beitritt   –  Chronik, Alltag, Bildung und Arbeit, Freizeit, meine Träume werden wahr. Zeitreise 1945 bis heute – Chronik Welt, Europa und Österreich; so hat sich das Leben in Österreich seit Kriegsende verändert; Biograhie des Autors von 1946 bis heute 

Meine Freizeit von 1946 bis 1969

Der Sport kommt ins Dorf Herbert, ein Cousin aus Wien, übernahm den Hof meiner Großeltern väterlicherseits.  Er war ein guter Fußballspieler und lernte uns Buben das Ballestern.  Wir spielten am Dorfplatz, als Tore dienten uns die Böcke der angrenzenden Dorfschmiede. In der  Sport-Montagszeitung verschlang ich die Sportnachrichten und bekam so den 3.  Platz der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM in Bern und die Erfolge von Toni Sailer bei der Winterolympiade in Cortina mit. Ein Quantensprung war 1957 das neue Medium Fernsehen. Beide Gasthäuser waren bei Sportübertragungen voll – auch aus der Wachau kamen die Leute, weil es dort noch keinen TV-Empfang gab. Mit dem neuen Medium Fernsehen war die große Welt auch im kleinen Dorf angekommen Freizeit am Land Am Land gab es in jedem Dorf jährlich einen Kirtag mit Marktständen und Tanzmusik am Abend und alle 2 Jahre das Wachauer Volksfest. Ende der 60er kamen die ersten Diskotheken auf. Einen Zirkus erlebte ich zum ersten Mal in Krems und als erstes Theaterstück sah ich den „Räuberhauptmann Grasl“ beim Gastspiel einer Wanderbühne im Dorfgasthaus. Mit …

Meine Bildung und mein Beruf von 1946 bis 1969

Volksschule in Weinzierl am Walde (1952 bis 1956) Die Volkssschule wurde 2-stufig geführt. Ein Lehrer unterrichtete gemeinsam die ersten 3 Klassen und der Direktor die Klassen 4 bis 8. Das Schulgebäude war nach Osten mit Blick zum Sandl ausgerichtet, geheizt wurde mit einem Holzofen. 2025 wurde es abgerissen. Mit dem Lehrer in der Unterstufe hatte ich unwahrscheinliches Glück. Helmut Linhart war jung, sportlich, engagiert und schaffte es, uns zu motivieren.  Er wohnte in Weißenkirchen und kam jeden Tag und bei jedem Wetter mit dem Motorrad zur Schule. Die 4. Klasse war dann ein Abstieg – nicht nur vom 1. Stock in das Erdgeschoss. Der Direktor war neu und hatte ein altes Auto – im Weinzierl der 50er Jahre eine Sensation, oft mussen die Schüler zu seinen Startversuchen ausrücken. Durch die guten Schulerfolge und die Unterstützung von Eltern und Großeltern war der weitere Weg  vorgezeichnet und ich konnte die Hauptschule in Krems besuchen  die 1. entscheidende Weichenstellung in meinem Leben. Mit dem Bus nach Krems in die Hauptschule (1956 bis 1960) Mit der Hauptschule begann für mich …

Mein Alltag von 1946 bis 1969

Nachkriegszeit im Dorf Ein Jahr vor meiner Geburt ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Mein Vater erlebte den ganzen Krieg als Soldat, desertierte kurz vor Kriegsende und entging so der Kriegsgefangenschaft. Dafür musste er sich bis Kriegsende zu Hause bei der Großmutter vor den Nazis verstecken, sonst wäre er wie viele andere als Deserteur hingerichtet worden.  Mein Onkel mütterlicherseits ist im Krieg in Russland gefallen, war aber in Gesprächen, auf Gedenktafeln und Fotos noch immer präsent.  Meine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft. Daher gab es keinen Hunger, gewisse Lebensmittel waren aber nur mit Bezugsscheinen (Lebendsmittelmarken) erhältlich.  Am Waldrand stand ein ausgebrannter Panzer und ab und zu fuhren russische Truppentransporter zum Truppenübungsplatz Döllersheim. Ansonsten war die Besatzungsmacht nicht zu spüren, aber in Erzählungen und auf Gedenksteinen waren die brutalen Übergriffe unmittelbar nach Kriegsende noch immer präsent. In der Schule und im täglichen Leben waren die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg kein Thema. Man schaute in die Zukunft und hoffte auf ein besseres Leben.  Kindheit im Dorf In meinem Heimatort Weinzierl lebte ich mit Großeltern, Eltern und …

Bildung und Arbeit von 1945 bis 1969

Bildung war ein Privileg Grundausbildung nach dem Krieg war die 8-klassige Volksschule – im ländlichen Raum nach Verfügbarkeit von Klassenzimmern und Lehrern oft ein- oder zweistufig. Hauptschulen für  die 10- bis 14-Jährigen gab es nur in den Städten, Mittelschulen und berufsbildene höhere Schulen waren überhaupt rar. Bus- oder Zugsverbindungen waren schlecht und der Schulweg oft mühsam. Am Land blieben die meisten in der Volksschule im Ort und arbeiteten dann in der Landwirtschaft, traten eine Lehre an oder verdingten sich als Hilfsarbeiter, Mädchen oft als Dienstboten in der Stadt. Nach der Hauptschule begannen die meisten eine Lehre. Die Begabtesten wechselten in eine berufsbildende Höhere Schule und fanden nach der Schule Arbeit in der Wirtschaft, bei einer Bank, Versicherung oder im öffentlichen Dienst. Studenten kamen fast durchgehend aus Akademikerhaushalten. Von einer Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft Die ersten Jahre nach dem Krieg waren am Land noch weitgehend bäuerlich geprägt. Die kleinen Höfe wurden ohne Maschinen arbeitsintensiv bewirtschaftet. Das Dorf war eine abgeschlossene und autarke Gemeinschaft, in eine Stadt kam man höchst selten. Ein Dorf anno dazumal – bäuerliches Leben, …

Freizeit von 1945 bis 1969

Kinoboom und Kinosterben Nach dem Krieg hatte das Kino seine beste Zeit. Heimatschnulzen, die Sissi-Trilogie und Kriegsfime füllten die Kassen. Die Verbreitung des Fernsehens führte zu immer mehr Kinoschliessungen. Das Forum Kino in Wien mit einem Saal über 1.000 Sitzplätzen wurde 1950 in Betrieb genommen und mutierte nach nur 24 Jahren Spielbetrieb zum Rechenzentrum der Gemeinde Wien. Vom Radiohören zum Farbfernsehen Ein Radiogerät war für viele Haushalte in der unmittelbaren Nachkriegszeit das höchste der Gefühle. Zeitungen, Zeitschriften und Bücher wurden nur von den gebildeten und besser verdienenden Schichten gelesen. Die Bücher waren kostbar und die Schulbücher wurden weitergegeben. In den meisten bäuerlichen Haushalten gab es höchstens einen Bauernkalender und einen medizinischen Ratgeber. Das Fernsehen nahm ab 1955 eine rasante Entwicklung und Verbreitung. Zuerst fand Fernsehen nur in Gasthäusern statt, vor allem bei Sportübertragungen waren die Lokale voll. Mit der zunehmenden Verbreitung erlahmte das öffentliche Leben, die Leute blieben immer mehr zu Hause und viele Kinos und Gasthäuser mussten zusperren. Mit der ORF-Reform 1967 unter Gerd Bacher wurden Fernsehen und Radio auf eine völlig neue  Basis …