Autor: Angelo

Chronik 1951

Nachdem es den nordkoreanischen und chinesischen Truppen Anfang des Jahres im Koreakrieg gelungen war, Seoul einzunehmen, konnte die internationale Koalition einige Zeit später die Stadt wieder zurückerobern. US-Präsident Harry S. Truman lehnte den Einsatz von Atombomben gegen die chinesischen Nachschulinien mit Hinweis auf die dadurch mögliche Bedrohung des Weltfriedens ab. Der Regierung Adenauer gelang die allmähliche Emanzipation vom westlichen Besatzungsregime und der jungen Bundesrepublik wurden weitere Kennzeichen staatlicher Souveränität zugestanden.  Während die Amerikaner zunächst noch die Entnazifizierung weiterbetrieben, indem sie einige hochrangige SS-Offiziere hinrichteten, führte die wachsende Selbständigkeit der deutschen Justiz dazu, dass zunehmend NS-Täter von Amnestien profitieren konnten. Bis zum 31. Januar 1951 wurden 800.000  Personen eine Amnestie ausgesprochen. Die Amnestierung von Nationalsozialisten durch die Bundesregierung wurde von der ostdeutschen Propaganda thematisiert, die zugleich durch Massenveranstaltungen wie die Weltjugendfestspiele Achtungserfolge erzielte. Grenz- und Luftzwischenfälle, die Verschleppung unliebsamer Kritiker aus West-Berlin in den Osten, sowie Schauprozesse, denen auch Jugendliche zum Opfer fielen, warfen Schatten auf die Rhetorik der kommunistischen Regierung in Ost-Berlin. Deren Forderung nach freien Wahlen in Gesamtdeutschland blieb angesichts der ideologischen Gegensätze zwischen Ost und West ohne …

Chronik 1950

Beginn des Koreakriegs. Mit „Schwarzwaldmädel“ hat der erste deutsche Farbfilm nach Kriegsende in Stuttgart Premiere. Der Große Österreichische Staatspreis wird erstmals vergeben. Erstbesteigung des ersten Achttausenders, der Annapurna. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gewinnt das Nachbarland Uruguay gegen Brasilien mit 2:1. Mit seinem Sieg beim Großen Preis von Italien in Monza wird Giuseppe Farina erster Formel-1-Weltmeister. Oktoberstreik in Österreich Blättern Chronik 1951 – Der Sozialdemokrat Theodor Körner wird zum neuen Bundespräsidenten Österreichs gewählt. US-Präsident Truman verkündet das Ende des Kriegszustandes mit Deutschland. Carl Djerassi, Gregory Pincus und John Rock entwickeln die erste Antibabypille … 1949 – Spaltung Europas in West (NATO und Europarat) und Ost (Comecon),  Berliner Luftbrücke, Unabhängigkeitskrieg Israels gegen seine arabischen Nachbarn, Mao Zedong proklamiert die Volksrepublik China und errichtet einen kommunistischen Staat, die nationalchinesische Regierung muss sich nach Taiwan zurückziehen. 1945 bis heute – Ende Zweiter Weltkrieg bis Corona und Ukraine-Krieg Zeitreise 1945 bis heute – Chronik Welt, Europa und Österreich; so hat sich das Leben in Österreich seit Kriegsende verändert; Biograhie des Autors von 1946 bis heute 

Meine Freizeit von 1946 bis 1969

Der Sport kommt ins Dorf Herbert, ein Cousin aus Wien, übernahm den Hof meiner Großeltern väterlicherseits.  Er war ein guter Fußballspieler und lernte uns Buben das Ballestern.  Wir spielten am Dorfplatz, als Tore dienten uns die Böcke der angrenzenden Dorfschmiede. In der  Sport-Montagszeitung verschlang ich die Sportnachrichten und bekam so den 3.  Platz der österreichischen Nationalmannschaft bei der WM in Bern und die Erfolge von Toni Sailer bei der Winterolympiade in Cortina mit. Ein Quantensprung war 1957 das neue Medium Fernsehen. Beide Gasthäuser waren bei Sportübertragungen voll – auch aus der Wachau kamen die Leute, weil es dort noch keinen TV-Empfang gab. Mit dem neuen Medium Fernsehen war die große Welt auch im kleinen Dorf angekommen Freizeit am Land Am Land gab es in jedem Dorf jährlich einen Kirtag mit Marktständen und Tanzmusik am Abend und alle 2 Jahre das Wachauer Volksfest. Ende der 60er kamen die ersten Diskotheken auf. Einen Zirkus erlebte ich zum ersten Mal in Krems und als erstes Theaterstück sah ich den „Räuberhauptmann Grasl“ beim Gastspiel einer Wanderbühne im Dorfgasthaus. Mit …

Meine Bildung und mein Beruf von 1946 bis 1969

Volksschule in Weinzierl am Walde (1952 bis 1956) Die Volkssschule wurde 2-stufig geführt. Ein Lehrer unterrichtete gemeinsam die ersten 3 Klassen und der Direktor die Klassen 4 bis 8. Das Schulgebäude war nach Osten mit Blick zum Sandl ausgerichtet, geheizt wurde mit einem Holzofen. Mit dem Lehrer in der Unterstufe hatte ich unwahrscheinliches Glück . Er war jung, sportlich, engagiert und schaffte es, uns zu motivieren.  Er wohnte in Weißenkirchen und kam jeden Tag und bei jedem Wetter mit dem Motorrad zur Schule. Die 4. Klasse war dann ein Abstieg – nicht nur vom 1. Stock in das Erdgeschoss. Der Direktor war neu und hatte ein altes Auto – im Weinzierl der 50er Jahre eine Sensation, oft mussen die Schüler zu seinen Startversuchen ausrücken. Durch die guten Schulerfolge und die Unterstützung von Eltern und Großeltern war der weitere Weg  vorgezeichnet und ich konnte die Hauptschule in Krems besuchen  die 1. entscheidende Weichenstellung in meinem Leben. Mit dem Bus nach Krems in die Hauptschule und Handelsakademie (1956 bis 1964) Mit der Hauptschule begann für mich der …

Mein Alltag von 1946 bis 1969

Nachkriegszeit im Dorf Ein Jahr vor meiner Geburt ist  der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen. Mein Vater erlebte den ganzen Krieg als Soldat, desertierte kurz vor Kriegsende und entging so der Kriegsgefangenschaft. Dafür musste er sich bis Kriegsende zu Hause vor den Nazis verstecken, sonst wäre er wie viele andere als Deserteur hingerichtet worden.  Mein Onkel mütterlicherseits ist im Krieg in Russland gefallen, war aber in Gesprächen, auf Gedenktafeln und Fotos noch immer präsent.  Meine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft. Daher gab es keinen Hunger, gewisse Lebensmittel waren aber nur mit Bezugsscheinen (Lebendsmittelmarken) erhältlich.  Am Waldrand stand ein ausgebrannter Panzer und hie und da fuhren russische Truppentransporter zum Truppenübungsplatz Döllersheim. Ansonsten war die Besatzungsmacht nicht zu spüren, aber in Erzählungen und auf Gedenksteinen waren die brutalen Übergriffe unmittelbar nach Kriegsende noch immer präsent. In der Schule und im täglichen Leben waren die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg kein Thema. Man schaute in die Zukunft und hoffte auf ein besseres Leben.  Kindheit im Dorf In meinem Heimatort Weizierl lebte ich mit Großeltern, Eltern und einer Schwester …

Bildung und Arbeit von 1945 bis 1969

Bildung war ein Privileg Grundausbildung nach dem Krieg war die 8-klassige Volksschule – im ländlichen Raum nach Verfügbarkeit von Klassenzimmern und Lehrern oft ein- oder zweistufig. Hauptschulen für  die 10- bis 14-Jährigen gab es nur in den Städten, Mittelschulen und berufsbildene höhere Schulen waren rar. Bus- oder Zugsverbindungen waren schlecht und der Schulweg oft mühsam. Am Land blieben die meisten in der Volksschule im Ort und arbeiteten dann in der Landwirtschaft, traten eine Lehre an oder verdingten sich als Hilfsarbeiter, Mädchen oft als Dienstboten in der Stadt. Nach der Hauptschule begannen die meisten eine Lehre. Die Begabtesten wechselten in eine berufsbildende Höhere Schule und fanden nach der Schule Arbeit in der Wirtschaft, bei einer Bank, Versicherung oder im öffentlichen Dienst. Studenten kamen fast durchgehend aus Akademikerhaushalten. Von einer Agrargesellschaft zu einer  Industriegesellschaft Die ersten Jahre nach dem Krieg waren am Land noch weitgehend bäuerlich geprägt. Die kleinen Höfe wurden ohne Maschinen arbeitsintensiv bewirtschaftet. Durch den Wiederaufbau und das anspringende Wirtschaftswachstum wurden immer mehr Arbeitskräfte benötigt. Immer mehr Dorfbewohner pendelten daher in die Stadt und betrieben …

Freizeit von 1945 bis 1969

Von der Sommerfrische zum Urlaub am Meer Urlaub war ein Privileg des Mittelstands. Nach dem Krieg reiste man  mit der Bahn in die niederösterreichische oder steirische Sommerfrische und wurde vom Zimmervermieter mit dem Pferdefuhrwerk abgeholt. Mir der zunehmenden Motorisierung machten immer mehr Leute Wochenendausflüge, im Sommer zum Baden und im Winter zum Skifahren.  Der Urlaub wurde oft an den österreichischen Seen verbracht, der Wörthersee in Kärnten wurde zum beliebtesten Ferienziel. Mit dem Auto konnte man einfach Österreich kennen lernen oder nach Italien ans Meer fahren.    Kultur hat immer Saison Sofort nach Kriegsende wurde der Kulturbetrieb wieder aufgenommen. Die Salzburger Festspiele starteten bereits 1945 mit einem eingeschränkten Programm. Im Herbst 1945 nahm die Staatsoper im Theater an der Wien mit „Fidelio“  den Spielbetrieb wieder auf, 1955 wurde mit dem selbsten Stück die zerstörte Staatsoper wiedereröffnet. Das Kabarett erlebte mit Qualtinger, Bronner & Co. Sternstunden. Jüdische Künstler wie Karl Farkas und Hermann Leopoldi kehrten aus dem Exil nach Wien zurück. Wie der Urlaub war auch der Kulturkonsoum ein Privileg des Mittelstands.   Eröffnung der Wiener Stadthalle …

Alltag von 1945 bis 1969

 Der Krieg war zu Ende. Viele Soldaten sind gefallen, kehrten verwundet und traumatisiert zurück oder waren noch in Kriegsgefangenschaft, viele Frauen wurden so zu Alleinerzieherinnen. Europa lag in Trümmern und war in Ost und West geteilt. Diese Grenze ging mitten durch Österreich, der Osten war russisch besetzt, der Westen und Süden von Amerikanern, Franzosen und Engländern. Über 10 Millionen Deutsche wurden vertrieben und fanden in Deutschland und Österreich ihre neue Heimat. Sie lebten dort lange unter teils unmenschlichen Bedingungen in Lagern. Die Leute hungerten und froren und freuten sich, dass sie wenigstens ein Dach über dem Kopf hatten. Unter diesen katastrophalen Voraussetzungen und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft begann der Wiederaufbau.  10 Jahre später waren  die meisten Schwierigkeiten überwunden und Österreich nach 7 Jahren Nazi-Diktatur und 10 Jahren Besatzung durch die Alliierten endlich wieder frei. Danach begann der wirtschaftliche Aufschwung und brachte für viele einen bescheidenen Wohlstand. Haushaltsgeräte erleichterten zunehmend das tägliche Leben, Motorroller und Motorräder verbesserten die Mobilität und wer es sich leisten konnte, kaufte sich einen Kleinwagen und fuhr damit in …

Newsletter Weihnachten 2022

Advent im Gartenpalais Liechtenstein Klein aber fein ist der neue Weihnachtsmarkt  im Gartenpalain Liechtenstein in Wien 9. Advent im Gartenpalais und Strudlhofstiege Die schönsten Plätze in und um Mödling Von der Burg Liechtenstein über die Burg Mödling nach Mödling und durch den Landschaftspark zurück zur Burg Liechtenstein. Die Tour kann beliebig abgekürzt werden. Die schönsten Plätze in und um Mödling Kaufkraftverlust Pensionskassenpension 2023 ca. 25 % Auszug aus dem FMA-Bericht Q3 2022 der Pensionskassen: „Die von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) errechnete Veranlagungsperformance ergab für das 3. Quartal ein Minus von 1,07%, für die ersten neun Monate beträgt es -9,75%.“ Das heißt im Klartext, dass die Pension 2023 ca. 25 % weniger wert sein wird (Veranlagung – 10 %, Inflation ca. 10 %, Rechenzins ca. 5 %).  Die Politik schaut diesem Trauerspiel untätig zu, dehalb Geld heraus, bevor es weiter venichtet wird Schöne Weihnachten und ein friedliches Jahr 2023 wünscht die Initiative „STOPP dem PensionskassenFlop“