Österreich von 1970 bis 1999
Die Ära Kreisky Die Große ÖVP/SPÖ-Koalition hatte nach 20 Jahren ausgedient. Nach einer 4-jährigen ÖVP-Alleinregierung folgte dann die 13-jährige SPÖ-Alleinregierung unter Bruno Kreisky. „Bildung für alle“ war das Motto, Gratis-Schulbuch und Schüler-Freifahrten wurden eingeführt und die Hauptschule ersetzte die Volksschul-Oberstufe. Die Bauern wurden in das Pensionssystem eingebunden und eine niedrige Arbeitslosigkeit hatte die höchste Priorität. Der Wohlstand stieg, die Städte und Dörfer wuchsen, in Wien wurde die U-Bahn gebaut, die Donau wurde neu reguliert und mit der Donauinsel entstand ein neues Freizeit-Paradies. Mit der UNO-City erhielt Wien ein Internationales Zentrum und wurde so ein gefragter Tagungsort. Bruno Kreisky bemühte sich um Frieden in Nahost, leider vergeblich. Ein neues Lebensgefühl Der Generationenwechsel und die 68er-Bewegung brachte ein neues Lebensgefühl. Die Gesellschaft wurde offener und freier, neue Formen des Zusammenlebens wurden ausprobiert. Nach dem Muster von Woodstock wurden Open-Air-Festivals abgehalten, die aufgelassene Viehmarkthalle in Wien-St.Marx wurde besetzt und zu einem Veranstaltungszentrum umgewidmet. Der Austro-Pop erlebte seinen Höhepunkt, Andre Heller zelebrierte sich als Universalkünstler, Bernhard Paul gründete ohne Tiernummern den Circus Roncalli und Manfred Deix provozierte mit …
