Österreich 1945 bis heute

Freizeit bis zur Jahrtausendwende

Mobilität verändert das Freizeitverhalten

Das eigene Auto.wurde zunehmend ein unbedingtes Muss. Um den gestiegenen Verkehr zu bewältigen, wurden Autobahnen gebaut und die Straßen an die Bedürfnisse des Autoverkehrs angepasst. Der Bahnverkehr wurde modernisiert, die Elektrifizierung der Bahnstrecken abgeschlossen, der Nahverkehr ausgebaut, die Bahnschranken voll automatisiert und Fahrscheinautomaten installiert. Die Zunahme des Individualverkehrs änderte  das Freizeitverhalten grundlegend. Wochenendausflüge, Skiurlaube in den Alpen und Urlaube am Meer wurden einfach möglich. Fliegen wurde für große Bevölkerungsgruppen möglich, Pauschalreisen auch in weiter entfernte Destinationen boomten.

Blütezeit des Austro-Pop und große Open-Air-Konzerte

Viele Jugendliche besassen Kofferradios, Plattenspieler oder Tonbandgeräte und hörten damit zu Hause oder unterwegs die neueste Musik. Die 70er und 80er waren die große Zeit des Austro-Pop. Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, Georg Danzer und die EAV sangen im Dialekt und brachten beim Donauinselfest 100.000 Fans zur Ekstase. Falcos  „Rock Me Amadeus“ erreichte als bis heute einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts.

Wien wird zum gefragten Ziel im Städte-Tourismus

Wien hat sich mit seinen  Opernhäusern, Theatern und Museen zu einer der frequentiertesten Städtetourismus-Destinationen im Europa entwickelt.  Der Rathausplatz ist mit Christkindlmarkt, Silvesterpfad, Eistraum und Musik-Filmfestival die Top-Event-Location der Stadt und das Donauinselfest das größte Freiluft-Festival Europas. Das Kabarett erlebt mit Lukas Resetarits, Roland Düringer, Josef Hader und vielen anderen Solo-Künstlern einen neuen Höhepunkt.

Fit – mach mit

Der höhere Bildungsgrad macht sich auch im Gesundheitsbewußtsein bemerkbar. Laufen wurde zum Breitensport, Fitnesscenter boomen und ein Skiurlaub für viele unverzichtbar.